Warum Mediation?

Wenn man sich dazu entschließt eine Mediation zu machen, sind meistens die Fronten sehr verhärtet. Zum Beispiel fühlt sich ein Jugendlicher in der Oberstufe von einem Lehrer unfair behandelt. Oder eine Mutter hat absolut keinen Draht zu ihrem Kind. Möglicherweise gibt es Konflikte unter Arbeitskollegen, oder ein Arbeitnehmer hat das Gefühl, dass der Chef ihn nicht versteht. Manchmal reden auch Paare "aneinander vorbei" und es ergeben sich Konflikte und Spannungen aufgrund eines ungelösten Problems.

Ziel einer Mediation

Eine gelingende Mediation bleibt nie an der Oberfläche. Natürlich ist es Ziel der Mediation ein Arbeitsklima zu schaffen, bzw. ein Familienklima zu schaffen, in dem sich alle wohl fühlen. Das geht jedoch nur, wenn der Blick auf die Beziehung und deren Struktur geworfen wird. Da das Einnehmen dieser Perspektive sehr häufig mit starken Gefühlen verbunden ist, beruht die Mediation immer auf Freiwilligkeit. Außerdem kann sie jederzeit abgebrochen werden. Ich als Mediatorin bleibe allparteilich. Diese Allparteilichkeit verpflichtet mich dazu, beide Konfliktparteien gleichermaßen zu unterstützen. Die Verschwiegenheit, welche auch mit den Konfliktparteien abgesprochen wird, zählt zu einem weiteren wichtigen Kriterium einer Mediationssitzung.

Gesprächsregeln

Um erhitzte Gemüter und emotionale Wogen zu glätten, ist es wichtig, Gesprächsregeln auszuformulieren. Natürlich müssen Emotionen ihren Weg nach oben finden. Jedes Gefühl, welches vielleicht schon jahrelang schlummert, ist herzlich willkommen und möchte bearbeitet werden. Jedoch ist Konstruktivität gefragt, wenn es um die Lösungen und um das Ziel der Mediation geht.

 

Es haben sich folgende Gesprächsregeln bewährt:

  • Wille zur Mitarbeit
  • Vertraulichkeit
  • zuhören
  • ausreden lassen
  • gegenseitige Wertschätzung
  • gegenseitiger Respekt

Ablauf einer Mediation

Kontaktaufnahme: Es gibt die Möglichkeit, mit mir per Mail in Kontakt zu treten. Gerne werden auch Anrufe entgegengenommen. Bei diesem ersten Gespräch wird kurz geklärt, ob es sich um einen mediierbaren Konflikt handelt und wer die andere Konfliktpartei ist.

 

Einladung: Danach bekommen Sie und die Konfliktpartei eine schriftliche Einladung, wenn es notwendig ist. Oft reicht auch die telefonische Kontaktaufnahme meinerseits, um Ort und Termin festzulegen.

 

Erstes Treffen: Sie erhalten einen genauen Überblick über den Ablauf und den Prozess der Mediation. Im Anschluss daran, erfolgt eine kurze Darstellung des Konfliktes von beiden Parteien. Wenn alle Fragen geklärt sind, entscheiden die Medianten, ob sie die Mediation beginnen wollen.

 

Das erste Treffen ist kostenfrei.

 

Folgende Treffen: Im Laufe der weiteren Treffen geht es um eine genauere Darstellung des Konfliktes, sowie die Suche nach einer gemeinsamen Lösung. Sobald eine Einigung erzielt wurde, wird diese fixiert. Das erfolgt erstens durch die Prüfung auf Tauglichkeit und zweitens durch ein Nachgespräch. Dieses kann auch telefonisch stattfinden.

 

Da die Medianten am Prozess entscheidend beteiligt sind, ist nicht vorherzusagen wie viele Treffen benötigt werden.

Nach der Mediation

Durch die Mediation wird mit großer Wahrscheinlichkeit (Erfolgsquote rund 80 Prozent) wieder ein Klima hergestellt, indem Zusammenleben, Zusammenarbeiten und eine gelingende Kommunikation möglich sind. Es tritt Entspannung ein. Die Arbeit macht wieder Spaß, man geht wieder gerne in die Schule, der Partner versteht wieder die Bedürfnisse und das allgemeine Wohlbefinden steigt. Die erarbeiteten Lösungen wirken außerdem nachhaltig, das heißt über einen langen Zeitraum.